Die 16-35 Update Falle für naive Fotografen wie mich

„Never change a winning team.“ heisst es ja so schön. Beziehungsweise „Never update a running System.“. Und da halte ich mich auch dran. Na ja. Fast.

Letztens war ich beim Fotohändler meines Vertrauens und hab mir ein neues 16-35er gekauft. Das Alte war wirklich fertig und Canon bietet seit neuestem eines mit Bildstabilisator an. Was, das hat doch nur f4 höre ich Euch schon schreien. Ja, stimmt. Aber bei Blende 4 ist das Ding besser als das 2.8er und 2.8er II  bei 5.6 zusammen – geschweige denn bei Blende 2.8, die ich immer vermieden hatte wo es ging. Also kein Nachteil. Billiger ist es auch. Wenn ich vom Nettopreis den Cashback und das Geld fürs Alte, das ich bei Ebay verkauft habe, abziehe, wars fast umsonst. 🙂

Also neues Objektiv, spielt prima mit der 5Dmk3. Alles super. Fast. Nur mein altes Lightroom 4 wollte partout keine Korrekturdaten für die Linse laden. Wird nicht mehr unterstützt, sagt Adobe. Gibt ja auch schon Lightroom 5. Komischerweise ging es mit Photoshop prima, auch mit älteren Versionen. Verstehen muss man das nicht, Adobe. Also bleibt mir nichts anders übrig, als auf mein altes MacBook Pro Lightroom CC drauf zu spielen, wenn ich die Bilder vom neuen 16-35er da korrigiert haben will. Gesagt, getan. Kostet ja auch nicht die Welt, dachte ich. Von wegen. Mit meinem alten Rechner stürzt Lightroom CC ab. So ungefähr alle 3 Minuten. Die Adobe Hotline ist nicht zuständig und ich wähle schon mal die Nummer von meinem Mac-Scharuber: „Norbert, ja du musst kommen!“ Tja, der wusste auch keinen Rat. Was ich ihm auch nicht übel nehme bei gefühlten 26 Trillionen Kombinationsmöglichkeiten von Rechnern und Software. Da haben wir dann halt das Betriebssystem upgedatet in der Hoffnung dass es dann funzt. Aber auch nix. Statt dessen war jetzt der ganze Rechner lahm. Klar: Hardware von 2010 trifft auf Software von 2015. KOTZ!

Nachdem ich fertig war mit weinen, habe ich mich nochmal drangesetzt und irgendwo gelesen, dass die Grafikkarte des alten Rechners mangels RAM nicht zum Beschleunigen der neuen Software taugt. Das kann man „klick“ abschalten und dann geht es auch mit Lightroom CC und Photoshop CC.

Hätte ich auch mit dem alten System haben können. Ich weiss. Aber dann wärs kein schöner Blog-Artikel für Euch geworden. 😉

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Ach so, und wenn man dann noch im MAC OS 10.10 (das man ja nicht so ohne weiteres wieder auf 10.9 runter kriegt) in den Systemerweiterungen/Bedienungshilfen „Transparenzen reduzieren“ einstellt, dann läuft der olle Mac wieder schnell wie am ersten Tag, weil er nicht seine ganze Rechenleistung dafür benötigt, halbtransparente Fenster zu berechnen, die keiner braucht.

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Das könnt ihr ja mal ausprobieren. Bei mir hilft es ordentlich!

LG

Bernd